Gedanken zum (chinesischen) neuen Jahr

Ich will gar nicht speziell auf die Bedeutung des Neujahrsfestes für die Chinesen eingehen. Dieses fällt nach dem traditionellen Mondkalender in diesem Jahr auf den 03. Februar. Ich möchte vielmehr überlegen, was das Jahr des Hasen bzw. das Jahr 2011 nach unserer Zeitrechnung im Allgemeinen für Chinareisende bringen könnte. Spektakuläre Großereignisse stehen nicht im Vordergrund, aber im Detail passiert in China natürlich so Einiges.

Allgemein kann man sicher sagen, dass das Reisen sehr viel bequemer und komfortabler wird. Bei den Bahnfahrten gibt es immer mehr Hochgeschwindigkeitsstrecken (z.B. die sensationellen Strecken von Shanghai nach Hangzhou (45 Minuten für 169 Kilometer) oder noch drastischer: Guangzhou-Wuhan (3 Stunden 16 Minuten für 1.069 Kilometer). Durch diese neuen Routen lassen sich Reisen ganz anders planen!

Natürlich gibt es auch immer mehr Flugverbindungen. Auf den Hauptstrecken gibt es praktisch alle paar Minuten Maschinen. Aber auch immer mehr neue Strecken werden eröffnet. Und das auch mit neuen Fluggesellschaften, von denen hier in Europa bislang nur Insider gehört haben – obwohl sie von der Größe her teilweise locker TUIfly oder Condor in die Tasche stecken können. Aber auch von Europa nach China werden nicht mehr nur Peking und Shanghai direkt bedient. Mittlerweile geht es z.B. auch nach Hangzhou (KLM) oder Nanjing (Lufthansa). Interessant nicht nur für Geschäftsleute, sondern alle, die nicht schon wieder nach Peking oder Shanghai wollen. Auch ab Deutschland gibt es mittlerweile gleich vier Flughäfen mit regelmäßigen China-Nonstop-Verbindungen.

Während es vor 15 oder 20 Jahren in China schwer war, überhaupt Hotels mit westlichem Standard zu finden, ist dies seit geraumer Zeit fast nirgends mehr ein Problem. Lange suchte man aber kleine, individuelle Boutique Hotels vergeblich. Mittlerweile schießen jedoch überall interessant gestaltete Häuser aus dem Boden, die in jeder Hinsicht Außergewöhnliches bieten. Dabei geht es nicht nur um supermodernes Ambiente sondern auch um renovierte und für Reisende umgebaute alte Hofhäuser, die dem Gast einen Hauch des alten China bieten.

Das Einzige, was ich persönlich schade finde, ist die Tatsache, dass immer mehr Komfort auch mehr Reisende anzieht. Ziele zu finden, in denen es noch nicht von unzähligen anderen Reisenden wimmelt und man das Gefühl haben kann, etwas ganz Besonderes und Einzigartiges zu erleben werden immer seltener. Aber es gibt sie noch. Und ich kann nur jedem empfehlen, sich dafür ein wenig Zeit und vielleicht auch mal ein wenig Mühe in Kauf zu nehmen, um diese zu besuchen!

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