Xishuangbanna – ein bisschen Thailand in China

„Xishuangbanna“ ist für Deutsche kaum aussprechbar aber in jedem Fall eine der interessantesten Gegenden Chinas. Etwas leichter auszusprechen ist der Name vielleicht in der Sprache der indigenen Bevölkerung dieser Region, nämlich der Dai-Ethnie. Sie nennen ihre Heimat „Sip Sawng Panna“. Die Dai sind verwandt mit den Thai und so finden sich im Süden Yunnans viele kulturelle Eigenheiten wieder, die sonst mit Thailand in Verbindung gebracht werden. Auch das Klima, die Flora und die Fauna erinnern eher an das einstige „Siam“ – obwohl China und Thailand über keine gemeinsame Grenze verfügen.

Grüne Dschungel, thailändisch anmutende Tempel, wilde Affen und sogar Elefanten locken Touristen hierher. Viele von Ihnen sind in China lebende Ausländer, die eine Auszeit von den hektischen Großstädten oder der Kälte nordchinesischer Winter suchen. Besonders die Winter sind übrigens eine gute Zeit um hierher zu reisen. Zum einen sind die Temperaturen sehr mild und es gibt nicht die heftigen Regengüsse, die vor allem im Juli und August praktisch täglich über Xinshuangbanna hereinbrechen.

Die Hauptstadt Xishuangbannas ist Jinghong – trotz neu wachsender moderner Hochhäuser ein Ort, in dem es eher ruhig zugeht. Besonders, wenn im Sommer die Mittagshitze auf der Stadt lastet. Durch Jinghong fließt übrigens der Mekong, der hier in China noch „Lancang“ heißt und sicherlich der wichtigste Strom Indochinas ist.

Jinghong ist über seinen Flughafen recht gut zu erreichen. Und wenn Sie es einmal schaffen sollten, hierher zu kommen, sollten Sie sich die Zeit nehmen, in einige der abgelegeneren Dörfer zu reisen, in denen noch nicht die typischen Folklore-Darbietungen für Touristen einzug gehalten haben, sondern die Dai oder anderen Minderheiten der Region ihrem alltäglichen Leben nachgehen.

Das ist allerdings etwas, das ich Ihnen für ganz China ans Herz legen würde: Versuchen Sie stets auf das Land hinaus zu fahren, um einen authentischen Eindruck von China zu erhaschen.

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