Große Panda Bären in China besuchen

Der Große Panda (Ailuropoda melanoleuca) heißt auf Chinesisch 熊猫 pinyin xióngmāo: Xiong = Bär und Mao = Katze. Er ist das Wappentier des WWF (World Wildlife Fund), der größten Tierschutzorganisation der Welt.Der Große Panda isst gerne Bambus

Mit seinem einzigartigen schwarzweißen Fell wirkt er besonders auffällig und berührt die Herzen der Menschen. In China ist der Große Panda sehr beliebt. Heute gibt es schon fast wieder 2000 Pandas in freier Wildbahn. Dazu haben die chinesischen Forschungs- und Aufzuchtstationen wesentlich beigetragen.

Auch westliche Touristen möchten gerne die schönen Tiere in einer möglichst natürlichen Umgebung erleben. Das ist auf den üblichen Reiserouten (Peking – Xi’an – Guilin – Shanghai) kaum möglich. Es sei denn, man macht sich auf, um die einzelnen Pandas in einem chinesischen Zoo zu besuchen. Dabei sollte man beachten, dass zwar die Pandas in der Regel in schönen großen Gehegen gehalten werden, aber die anderen Tiere häufig nicht. Einen Zoobesuch in China empfehlen wir nicht!

Wo kann man dann aber die Großen Panda sehen?

Die besten Möglichkeiten hat man in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan. In den Ausläufern des Osthimalayas gibt es Naturschutzgebiete, in denen noch einige wilde Große Panda leben. Diese wird man selbst bei intensiven Wanderungen nicht zu Gesicht bekommen. Aber gerade in diesem Gebiet gibt es einige Aufzuchtstationen, in denen auch dem Besucher einige Große Panda in jedem Alter gezeigt werden. IN den weitläufigen Anlagen bemüht man sich um eine artgerechte Haltung und eine schöne natürliche Umgebung. Zuchterfolge lassen auf eine positive Umgebung für die Pandas schließen, die sich sehr schwer tun mit der Fortpflanzung.

Es gibt vier Aufzuchtstationen, die in Frage kommen:

Chengdu
Am Rand der Millionenstadt Chengdu gibt die am einfachsten erreichbare Panda-Aufzuchtstation. In einem mit vielen alten Bäumen, Bambus und seltenen Pflanzen bestandenen Gelände kann man nicht nur die Großen Panda bewundern, sondern auch den Kleinen (roten) Panda, Schwarzhals-Kraniche und andere seltene und gefährdete Tiere Chinas. Die Station dient im Wesentlichen der Forschung und der Information.

Große Panda in Chengdu

Große Panda im jugendlichen Alter in Chengdu

Bifengxia
Rund eine Stunde mit dem Bus von Chengdu entfernt liegt in den Ausläufern des Osthimalayas bei Ya’an das große Naturschutzgebiet Bifengxia. Es bietet sich an für ausgedehnte Wanderungen in einer herrlichen natürlichen Umgebung mit vielen Wäldern. Hier gibt es schon seit 2003 eine Panda-Aufzuchtstation. Der Schwerpunkt ist es hier, für Nachzuchten zu sorgen. Einige der kleinen Baby-Pandas kann man, sofern es welche gibt, durch Fenster in ihrer Kinderstube beobachten.

Kleiner Großer Panda in Bifengxia

Bifengxia

Dujiangyan
Dujiangyan ist besser bekannt, weil es dort das mehr als 2000 Jahre alte Bewässerungssystem gibt, das heute noch funktioniert. In der relativ neuen Panda-Base kümmert man sich liebevoll besonders um verletzte Tiere, die man in der Wildnis gefunden hat. Kranke und alte Große Panda werden gepflegt. Man erforscht die Krankheiten und versucht damit, die Großen Panda zu schützen. Auch hier kann man einige der Bären sehen.

Wolong
Das Panda-Reservat in Wolong ist die am weitesten von Chengdu entfernte Station. Man fährt ungefähr 3 Stunden von Chengdu aus. 1963 gegründet ist Wolong das älteste Naturschutzgebiet für Panda-Bären. Im großen Erdbeben von 2008 wurde die Station fast vollständig zerstört. Die dort lebenden Großen Panda wurden auf verschiedene andere Aufzuchtstationen und Zoos verteilt. Seit Mai 2016 ist es nun wieder geöffnet. Die Bären sind zurück gekehrt. Einen Besuch in Wolong sollte man mit einem mehrtägigen Ausflug in das Naturschutzgebiet verbinden. An bestimmten Stellen soll es sogar manchmal möglich sein, wilde Pandas zu beobachten.

Wenn es den Bärchen am Boden unheimlich wird, dann klettern sie gerne in die hohen Bäume

Wenn es den Bärchen am Boden unheimlich wird, dann klettern sie gerne in die hohen Bäume

Tipps für einen spannenden Besuch Chengdus und einer Panda-Station:

– Kommen Sie am Vormittag! Dann frühstücken die Pandas und sind relativ lebhaft. Da ihr Hauptfutter Bambus wenig Energie liefert, müssen Pandas viel schlafen, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen.
– Fotos zusammen mit den Panda-Bären und das Streicheln ist nicht mehr möglich. Man befürchtet die Übertragung von Krankheiten
– Schauen Sie sich auch die anderen Tiere an und erkunden Sie die schöne Natur mit ihren seltenen Pflanzen und Blumen
– Fahren Sie nicht nur der Panda wegen nach Chengdu! Es gibt viele faszinierende Tempel und Sehenswürdigkeiten zu erkunden! Oder entspannen Sie sich in einem der zahlreichen Parks mit ihren wundervollen Teehäusern!

Kleiner oder Roter Panda

Kleiner oder Roter Panda

Mehr zu den putzigen Tieren erfahren Sie hier: Es gibt wieder mehr Panda-Bären

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