Foto-Blog – Wüsten in Westchina

In Chinas Nordwesten, einer Region, gerne als „Seidenstraße“ bezeichnet wird, gibt es zwar nicht ausschließlich Wüste, aber tatsächlich sind weite Landstriche äußerst trocken. Bei meinen Reisen in den Provinzen bzw. „autonomen Regionen“ Gansu und Xinjiang habe ich mir verschiedenste Wüsten ansehen können. In unregelmäßigen Abständen finden sich überall zauberhafte Oasen. Ein paar der Eindrücke möchte ich hier mit Ihnen teilen. Die Landschaften können Sie dabei zwar sehen, aber für einen ganz wichtigen Aspekt, der Wüstenaufenthalte für mich immer zu etwas ganz Besonderem macht, brauchen Sie ein bisschen Fantasie: Stellen sie sich eine wunderbare stille vor!

Auf den "Singenden Sandbergen" bei Dunhuang

Besonders spektakulär ist die Anfahrt zu diesen „singenden Dünen“, die auf chinesisch Ming Sha Shan genannte werden. Die Dünen erreichen hier sensationelle Höhen von bis zu 500 Metern. Und glauben Sie mir: Der Aufstieg ist irrsinnig anstrengend!

Zufahrt zu den "Singenden Sandbergen" bei Dunhuang

Wenn man aber oben ist, bietet sich der Blick auf den berühmten Mondsichelsee. Ein wahres Wunder der Natur.

Der Mondsichelsee bei Dunhuang

Quasi auf der anderen Seite der Sandberge liegen die berühmten 1000-Buddha-Grotten von Mogao. Buddhistische Höhlen von einzigartigem historischem und künstlerischem Wert. Zwar kommen die Gäste hier eher wegen der Höhlen als wegen der Landschaft her, aber einige Ansichten sind dennoch sehr hübsch.

Wüste bei den Mogao-Grotten bei Dunhuang

Wüste bei den Mogao-Grotten bei Dunhuang

Irgendwo zwischen Dunhuang und Turfan ganz im Osten von Xinjiang gibt es noch ein weiteres Areal mit spektakulären Dünen. Mit Glück gibt es diese Ansicht dann sogar mit einem fotogenen Kamel.

Welches Tier passt besser in das Wüsten-Klischee als ein Kamel?

Wie schon gesagt, gibt es verschiendene Arten von Wüste. Nicht alles ist feiner Sand oder besonders spekatkulär. Manchmal geht es auch einfach nur Ewigkeiten geradeaus durch langweilige Geröll-Landschaft. In diesem Fall zwischen Urumqi und Turfan.

Wüsten-Highway in Xinjiang

Die Gegend war nicht immer so lebensfeindlich und trocken wie heute. Vor weit über tausend Jahren gab es daher in der Nähe von Turfan einige bedeutende Städte, die heute nur noch dramatische Ruinen sind. Diese hier hören auf den Namen Jiaohe.

Ruinen der antiken Stadt Jiaohe

In den 1000-Buddha-Grotten von Beziklik gibt es heute nichts mehr zu bestaunen, was annähernd an die Grotten von Dunhuang herankäme. Aber die Landschaft in der unmittelbaren Umgebung ist dafür noch ein wenig schöner.

Oase in der Nähe der 1000-Buddha-Grotten von Beziklik

Ich hätte noch hunderte Bilder anzubieten, aber hier soll für heute Schluss sein. Als letztes Schmankerl die bunten Gesteinsschichten in einem Teil des Tianshan Gebirges am Nordrand der Taklamakan-Wüste.

Vielfarbiges Gestein im Tianshan Gebirge

Ach, übrigens: Fast alle dieser Orte können Sie mit der feel China Reise „Wüstenschätze“ selbst besuchen. Und keine Sorge: Diese Reise garantiert erheblich mehr Abwechslung, als diese Bilder vielleicht vermuten lassen 🙂

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