Feuertopf: Fondue à la China

FeuertopfFondue. Frei nach der Werbung für eine bekannte Bonbon-Marke möchte man fragen: Wer hat’s erfunden? Die Schweizer würde man meinen. Die Chinesen oder Mongolen hatten aber ebenfalls eine ähnliche Idee. Und auch einen passenden Namen: Feuertopf.

Feuertopf, bzw. „Huoguo“ wie es auf Chinesisch heißt, stammt vermutlich aus der Mongolei, jedoch ist auch das weit entfernte Chongqing am Yangzi-Fluss berühmt für seine besonders scharfe Variante. In diesem Fall passt der Name Feuertopf also sogar in zweierlei Hinsicht.

Es ist anzunehmen, dass es kaum eine andere Art des Essens gibt, bei der für so viele verschiedene Geschmäcker etwas dabei ist. In einen Topf, der traditionell mit Kohle befeuert wurde, aber heute zumeist mit fortschrittlichen Induktionsherden erhitzt wird, kommt zunächst eine würzige Brühe. Schon hier kann man zwischen verschiedenen Varianten entscheiden: von mild bis höllisch scharf. In dieser Brühe kann nun praktisch alles gegart werden, was das Herz begehrt. Am berühmtesten ist dabei äußerst fein geschnittenes Hammel-Fleisch, doch schmecken im Hotopot auch Krabben, Tofu, Nudeln, Kartoffeln, Pilze und sogar Salat! Eigentlich kann praktisch alles hineingeworfen werden. Anders als beim schweizerischen Fondue werden die Speisen aber nicht am Spieß hineingehalten, sondern für alle einfach in großer Menge in die Brühe getan. Mit Stäbchen oder Löffeln kann dann jeder nach gegarten Speisen angeln. Schon jetzt schmeckt es prima. Aber auch verschiedene Soßen stehen zur Auswahl, in die das soeben herausgefischte getaucht werden kann.

Wie beim Fondue dauert auch das Hotpot-Essen seine Zeit und ist eine äußerst gesellige und spaßige Angelegenheit. Und das Beste: Mittlerweile gibt es sogar in Deutschland ein paar Restarants, die Hotpot anbieten, so dass man auch vor der nächsten Chinareise wieder in diesen kulinarischen Genuss kommen kann.

6 Gedanken zu „Feuertopf: Fondue à la China

  1. Wirklich authentischen Huoguo findet man in Deutschland leider nur selten. In Berlin empfehle ich das „Tianfu“ in der Uhlandstraße, dort gibt es sehr gute Sichuan Küche.

  2. Habe das vor einer Weile zum ersten Mal gegessen (im Restaurant „Rote Sonne“, Hamburg) und fand es großartig. Obwohl ich ein sehr schlechter Esser bin und vieles nicht mag (oder einfach gar nicht erst probiere), war auch für mich vieles dabei. Und lecker wars! Zudem hat mir die Geselligkeit am Tisch sehr gefallen. Hot-Pot Essen ist eine schöne Sache, sehr zu empfehlen.

  3. Pingback: perlfrech

  4. Tatsächlich kein „neues Thema“ und sicher gibt es auch etwas Neues, über das geschrieben werden kann. Sie sind herzlich eingeladen, genau das zu tun. Nur Mut!

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