Atemberaubend – Tour zum Everest Base Camp

Himalaya, Tibet-Reise

Auf dem Dach der Welt – Unterwegs in Tibet

Unsere Tibet-Reise nähert sich ihrem Höhepunkt. Nach Tagen der Begegnungen mit freundlichen tibetischen Mönchen und Nonnen in Lhasa und Shigatse, immer begleitet vom mystischen Klang der Gongs und den exotischen Gerüchen der Räucherstäbchen fühlen wir uns schließlich bereit, uns dem heiligen Berg Qomolangma zu nähern. Die Übernachtung im kleinen Gasthaus beim Rongbuk-Kloster war unruhig, voller gespannter Erwartungen. Aber die Decken waren warm und der Tee am Morgen heiß und aufmunternd. Jetzt ist der große Tag gekommen!Im Kloster Rongbuk, das seit hundert Jahren das höchste Kloster der Welt ist, drehen wir die Gebetsmühlen, natürlich im Uhrzeigersinn, um den glückverheißenden Einstieg in die heutige Wanderung zu finden. Auch die vielen Bergsteiger und Abenteurer machen hier gerne einen ersten Stopp und lassen sich für den Aufstieg auf den Mt. Everest segnen.

Eigentlich hatten wir uns an die Höhe schon gewöhnt und jeden Tag die beeindruckende Landschaft Tibets bewundert, doch auf dem Weg zum Everest Base Camp verschlägt es uns den Atem, eben nicht wegen der großen Höhe. Der schneebedeckte höchste Gipfel scheint zum Greifen nahe. Uns fallen nur noch Superlative für die Beschreibung ein: Atemberaubend, überwältigend, grandios…

Langsam gehen wir die flache Schotterpiste entlang. Wir schauen uns an und lachen: Irgendwie sehen wir aus, als seien wir Aliens, die gerade auf dem Mond gelandet sind: Dunkle Sonnenbrillen, Hüte tief ins Gesicht gezogen, dicke Jacken, weiße Sonnencreme auf der Nase. Die Landschaft wirkt eintönig und karg mit endlosen Geröllfeldern. Doch darüber leuchten die Schneefelder des Himalayas. Die Luft ist unendlich klar, jedes Wort, jeder Laut trägt weit in die Landschaft. Kein Baum, kein Strauch, Moose und Flechten. Das Krächzen der Krähen klingt hier oben unwirklich.

Nach einer Wanderung von rund 2 Stunden haben wir das Everest Base Camp erreicht. Hier beginnt die Nordroute zum Gipfel. Tibetische Gebetsfahnen flattern im Wind. Kleine Steinhaufen erzählen von den Reisenden und Abenteurern, die ihre Gebete verrichtet haben. Auch wir legen einen Stein dazu und binden eine bunte Gebetsfahne daran. Yaks, die zotteligen Wollrinder Tibets, warten geduldig darauf, für die nächste Expedition beladen zu werden. Am liebsten würden wir sie streicheln, doch irgendwie sehen sie nicht so aus, als ob sie das mögen. Freundliche Tibeter, Reisende, Bergsteiger bevölkern heute das Lager zu Füßen des Mt. Everest. Sogar ein kleines Teehaus gibt es hier.

Everest, Tibet, Everest Base Camp

Unterwegs zum Everest Base Camp

Wir fühlen uns den großen Abenteurern ganz nahe: Nach der Erstbesteigung 1953 durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay über die Südroute bezwangen auch Reinhold Messner und Peter Habeler auf der Nordroute den höchsten Berg Tibets. Und nun stehen wir selbst hier, ganz klein, und schauen auf das großartige Panorama der Achttausender, wollen den Augenblick festhalten und atmen tief die klare Luft ein. Ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist! Für immer unvergesslich!

Zur feel China-Reise: Tibet mit Everest Base Camp

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